Direkt zum Inhalt springen

Vergleich

Nextcloud selbst hosten oder mieten

Beide Wege führen zu einer eigenen Cloud auf einem Server in Deutschland. Der Unterschied liegt nicht darin, welcher Weg sicher ist und welcher nicht. Er liegt darin, wer die Arbeit macht und wer im Ernstfall geradesteht. Diese Seite stellt beides nebeneinander, auch dort, wo das Selbsthosten der bessere Weg ist.

Die eigentliche Frage

Nicht sicher gegen unsicher

Eine selbst betriebene Nextcloud ist weder unsicher noch datenschutzwidrig. Wer sie sauber aufsetzt, aktuell hält und regelmäßig sichert, hat eine gute Lösung, und in barem Geld gerechnet meist die günstigere. Die Frage ist eine andere: Haben Sie die Zeit, die Kenntnisse und die Bereitschaft, diese Arbeit dauerhaft zu übernehmen? Und wer ist zuständig, wenn an einem Freitagabend nichts mehr geht?

Wer die Arbeit macht

Ein Server ist kein Gerät, das man einmal einrichtet. Updates, Zertifikate, Protokolle, Speicherplatz: Diese Arbeit fällt jeden Monat an, gleichgültig, ob Sie sie selbst erledigen oder jemanden dafür bezahlen.

Wer im Ernstfall haftet

Betreiben Sie selbst, sind Sie allein verantwortlich: für den Betrieb, für die Datenschutzpflichten, für die Folgen eines Fehlers. Mieten Sie, verarbeiten wir in Ihrem Auftrag, und der Auftragsverarbeitungsvertrag legt schriftlich fest, wer was schuldet.

Was es wirklich kostet

Beim Selbsthosten sind die Rechnungen klein und die Arbeitszeit groß. Beim Mieten ist es umgekehrt. Welche der beiden Rechnungen für Sie stimmt, hängt davon ab, was Ihre eigene Stunde wert ist und ob Sie die Arbeit gern machen.

Punkt für Punkt

Die Gegenüberstellung

Selbst betriebene Instanz und gemietete Instanz bei NahSpeicher im Vergleich
Punkt Selbst hosten Bei NahSpeicher mieten
Anschaffung Eigene Hardware oder ein gemieteter Server, dazu die Zeit für Einrichtung und Absicherung. Steht die Hardware schon, fällt dieser Posten weg. Keine Anschaffung. Die Einrichtung übernehmen wir, in der Regel 24 bis 48 Stunden nach der Zahlungsbestätigung.
Laufende Kosten Posten ohne feste Höhe: Strom, Anschluss, Ersatzteile oder Servermiete und vor allem die eigene Arbeitszeit. Die Barkosten sind oft niedrig. 4,50 € je Terabyte im Monat und 8,49 € Software-Pauschale. Keine Kosten je Benutzerkonto. Abgerechnet wird monatlich im Voraus.
Updates der Cloud-Software Sie. Nextcloud und ownCloud erscheinen in kurzen Abständen; Sie entscheiden, wann Sie einspielen, und beheben, was dabei bricht. Wir. Wir spielen die Updates kontrolliert ein und setzen feste, geprüfte Versionen ein: Nextcloud AIO und ownCloud ocis 8.2.
Überwachung der Erreichbarkeit Sie. Ohne eigene Überwachung merken Sie einen Ausfall erst, wenn jemand im Betrieb sich meldet. Wir behalten die Instanzen im Blick. Eine Mindestverfügbarkeit sagen wir damit nicht zu; eine Verfügbarkeitsvereinbarung treffen wir nur ausdrücklich und gesondert.
TLS-Zertifikate Sie. Ausstellung, Erneuerung und die Kontrolle, ob die Erneuerung auch gelaufen ist. Wir. Ihre Instanz bekommt eine eigene Subdomain mit einem Zertifikat von Let’s Encrypt, das automatisch erneuert wird.
Ausfall in der Nacht Sie, oder niemand. Wer selbst hostet, ist zugleich der Bereitschaftsdienst. Unser Support arbeitet Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr. Eine Reaktionszeit sagen wir nicht zu, nachts geht bei uns also ebenso wenig jemand ans Telefon.
Datensicherung Ihre Aufgabe. Ein zweiter Datenträger im selben Raum ist keine Sicherung. Nicht im Leistungsumfang enthalten; auf Wunsch gesondert vereinbar. Ohne eine solche Vereinbarung legen Sie außerhalb unserer Infrastruktur eigene Sicherungen an.
Datenschutz und Auftragsverarbeitung Sie brauchen keinen Auftragsverarbeitungsvertrag mit uns, weil kein Dritter beteiligt ist. Die Verantwortung für die Verarbeitung tragen Sie damit allein. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO ist Pflichtbestandteil der Bestellung. Darin stehen die Betreiber der beiden deutschen Rechenzentren namentlich als Unterauftragnehmer.
Zugang zum Betriebssystem Sie haben vollen Zugriff und können alles ändern, erweitern und auch zerlegen. Im Standard gibt es keinen SSH- oder Root-Zugang. Auf Wunsch schalten wir ihn frei; dann entfallen Gewährleistung und kostenfreier Support dauerhaft und unwiderruflich.
Ausstieg und Datenmitnahme Die Daten liegen ohnehin bei Ihnen. Niemand muss gekündigt werden, niemand muss etwas herausgeben. Keine Mindestlaufzeit, Kündigung zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats. Der Datenexport ist jederzeit im Portal möglich und unentgeltlich, die Bereitstellung erfolgt binnen 7 Tagen, das Archiv bleibt 30 Tage abrufbar.

Die Posten des Selbsthostens nennen wir bewusst ohne Zahlen: Was Hardware, Strom oder ein fremder Server kosten, hängt von Ihrem Aufbau ab, und geschätzte Beträge in einer Vergleichstabelle sind selten ehrlich.

Ohne Umschweife

Wann Sie besser selbst hosten

Es gibt Fälle, in denen wir Ihnen von einer Bestellung abraten würden. Trifft mehreres davon auf Sie zu, sind Sie mit einer eigenen Instanz besser bedient.

  • Sie oder jemand im Betrieb kennt sich mit Linux, Diensten und Netzwerken aus und hält das Wissen auch aktuell.
  • Sie betreiben so etwas gern. Wer Freude an der Sache hat, macht die Arbeit ohnehin, und dann ist sie kein Kostenpunkt.
  • Es steht bereits Hardware da, die ausreicht, und ein Anschluss, der den Zugriff von außen trägt.
  • Das Budget ist sehr klein. In barem Geld ist eine eigene Instanz auf vorhandener Hardware kaum zu schlagen.
  • Sie wollen tief in das System eingreifen, eigene Erweiterungen einsetzen und an Einstellungen drehen, die wir im Standard nicht öffnen.
  • Sie haben jemanden, der abends und am Wochenende erreichbar ist, wenn es klemmt.

Die andere Seite

Wann sich das Mieten lohnt

  • Es gibt keine IT-Abteilung, und die Person, die sich sonst kümmert, hat eigentlich eine andere Aufgabe.
  • Sie wollen die Verantwortung für den Betrieb abgeben und schriftlich geregelt haben, wer wofür einsteht.
  • Die monatlichen Kosten sollen planbar sein und nicht mit jedem neuen Mitarbeiter steigen.
  • Es soll schnell gehen: In der Regel steht die Instanz 24 bis 48 Stunden nach der Zahlungsbestätigung.
  • Updates sollen kontrolliert und auf geprüften Versionen laufen, ohne dass jemand bei Ihnen die Versionshinweise liest.
  • Sie brauchen für Ihre Kunden oder Ihre Aufsicht einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit benannten Unterauftragnehmern.

Wenn Sie mieten

Was Sie bei uns bekommen

  • Eine eigene Nextcloud oder ownCloud in einem eigenen Container auf einem dedizierten virtuellen Server, mit eigener Datenbank. Ihre Dateien liegen getrennt davon auf einer Storage Box.
  • Wer keine Oberfläche braucht, bekommt als dritte Variante reinen Speicher ohne Cloud-Software, erreichbar über SFTP, FTPS und WebDAV.
  • Server in Deutschland: der virtuelle Server in einem Rechenzentrum in Nürnberg, die Storage Box auf einem Speichersystem in Falkenstein.
  • Eine eigene Subdomain mit TLS-Zertifikat von Let’s Encrypt, das automatisch erneuert wird.
  • Den Server schalten Sie im Portal selbst aus und wieder ein, und die gebuchte Größe passen Sie dort ebenfalls selbst an.
  • Keine Mindestlaufzeit. Der Vertragspreis wird eingefroren und ändert sich für Sie nicht, solange der Vertrag läuft.
  • Support Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr über Ticket, Kontaktformular, [email protected] oder 09568 8809770.

Ehrlich gesagt

Was auch beim Mieten Ihre Sache bleibt

Mieten nimmt Ihnen den Betrieb ab, nicht jede Pflicht. Diese Punkte stehen so auch in unseren AGB, und wir sagen sie lieber vor der Bestellung als danach.

  • Eine Datensicherung ist nicht Bestandteil der Standardleistung; auf Wunsch erstellen wir sie gesondert nach Vereinbarung. Ohne eine solche Vereinbarung legen Sie eigene Sicherungen außerhalb unserer Infrastruktur an. Das gilt beim Selbsthosten genauso.
  • Wir sagen keine Mindestverfügbarkeit zu und nennen keine Reaktionszeit. Eine Verfügbarkeitsvereinbarung treffen wir nur ausdrücklich und gesondert.
  • Verschlüsselt ist die Übertragung zwischen Ihren Geräten und Ihrer Instanz, der Zugang unserer Technik zum Server und seit dem 16. September 2026 auch das Datenlaufwerk selbst (LUKS2, AES-128-XTS) – den Schlüssel dazu halten wir vor.
  • Nach Vertragsende löschen wir: Server, Container und Datenbank nach 14 Tagen, die Dateien spätestens nach 30 Tagen. Holen Sie Ihre Daten vorher ab.

Nächster Schritt

Erst rechnen, dann entscheiden

Im Konfigurator sehen Sie in einer Minute, was Ihre Größe im Monat kostet. Halten Sie den Betrag gegen die Stunden, die Sie sonst selbst aufwenden. Wenn Sie schon eine eigene Instanz betreiben und wechseln möchten, hilft die Seite zum Umzug weiter.