Sicherheit und Datenschutz
Wo Ihre Daten liegen und wer sie anfassen kann
Diese Seite fasst zusammen, wie wir Ihre Cloud betreiben: welche Unternehmen beteiligt sind, was verschlüsselt ist, wer Zugriff hat und wie Sie Ihre Daten wieder herausbekommen. Sie nennt auch, was wir ausdrücklich nicht zusichern. Verbindlich sind die AGB und der Auftragsverarbeitungsvertrag; wo diese Seite kürzer ist, gilt der Vertragstext.
Standorte
Welche Unternehmen beteiligt sind
| Was | Wo | Grundlage |
|---|---|---|
| Der Server, auf dem Ihre Cloud läuft | Rechenzentrum in Nürnberg, Deutschland | Unterauftragnehmer, im AVV namentlich benannt |
| Ihre Dateien (Storage Box) | Speichersystem in Falkenstein, Deutschland | Unterauftragnehmer, im AVV namentlich benannt |
| Website, Kundenportal und Rechnungen | Rechenzentrum in Deutschland | Auftragsverarbeitung, in der Datenschutzerklärung benannt |
| Schutz und Auslieferung der Website | Weltweites Netz, Verarbeitung in der EU | EU-Standardvertragsklauseln und Data Privacy Framework |
| Versand unserer E-Mails an Sie | USA | EU-Standardvertragsklauseln |
Die Betreiber der Rechenzentren stehen namentlich im Auftragsverarbeitungsvertrag, den Sie vor der Bestellung lesen können. Wollen wir einen davon wechseln, sagen wir es Ihnen 14 Tage vorher; Sie können widersprechen. Die vollständige Liste aller Dienste, die wir einsetzen, steht in der Datenschutzerklärung.
Aufbau
Getrennt, nicht geteilt
- Jede Kundeninstanz läuft in einem eigenen Container auf einem dedizierten virtuellen Server. Kein anderer Kunde teilt sich mit Ihnen Arbeitsspeicher, Datenbank oder Dateien.
- Ihre Dateien liegen nicht auf dem Anwendungsserver, sondern auf einer getrennten Storage Box, die nur Ihre Instanz einbindet.
- Jede Instanz hat ihre eigene Datenbank. Datenbank und Zwischenspeicher sind ausschließlich lokal erreichbar, nicht aus dem Internet.
- Zugänge unserer Technik laufen über SSH mit Schlüsseln, nicht mit Passwörtern. Administrative Zugriffe werden protokolliert.
- Ihre Passwörter speichern wir nur als Hash. Wir können sie nicht auslesen und Ihnen nicht nennen.
- Einen SSH- oder Root-Zugang zur Instanz gibt es im Standard nicht. Wird er auf Wunsch freigeschaltet, entfallen Gewährleistung und kostenfreier Support dauerhaft.
Verschlüsselung
Was verschlüsselt ist – und wer den Schlüssel hat
Verschlüsselt ist jede Übertragung: zwischen Ihren Geräten und Ihrer Instanz per TLS, zwischen unseren Servern per SSH. Für alle Web-Zugänge ist TLS erzwungen, die Zertifikate kommen von Let’s Encrypt und werden automatisch erneuert.
Verschlüsselt liegen Ihre Dateien seit dem 16. September 2026 auch im Ruhezustand: Das Datenlaufwerk auf dem Speichersystem ist ein LUKS2-Abbild (AES-128-XTS). Wer den Datenträger im Rechenzentrum in die Hand bekäme, sähe darin nichts. Das gilt für Instanzen, die ab diesem Tag eingerichtet wurden; ältere Instanzen bleiben unverschlüsselt, bis ihr Datenlaufwerk neu angelegt wird.
Wir sagen offen, wo diese Verschlüsselung endet: Der Schlüssel liegt auf dem Server Ihrer Instanz, und eine Zweitschrift liegt bei uns. Ohne sie wäre Ihr Datenbestand verloren, sobald der Systemdatenträger des Servers ausfällt – das Abbild auf dem Speichersystem überlebt so einen Ausfall, ein verlorener Schlüssel nicht. Die Verschlüsselung schützt also gegen Zugriff auf der Ebene des Rechenzentrums, nicht gegen uns. Wer eine Verschlüsselung braucht, die auch uns aussperrt, sollte sie in der Cloud selbst einrichten; sprechen Sie uns vorher an.
Ehrlich gesagt
Was wir nicht zusichern
- Sicherung nur nach gesonderter Vereinbarung. Eine Sicherung Ihrer Instanz gehört nicht zum Leistungsumfang; auf Wunsch erstellen wir sie separat. Ohne eine solche Vereinbarung sind Sie vertraglich verpflichtet, außerhalb unserer Infrastruktur eigene Sicherungen anzulegen. Die täglichen Sicherungen, von denen die Datenschutzerklärung spricht, betreffen unseren Portalserver, nicht Ihre Cloud.
- Keine Mindestverfügbarkeit. Die Werte auf der Statusseite sind gemessen, nicht zugesichert. Eine Verfügbarkeitsvereinbarung schließen wir nur ausdrücklich und gesondert.
- Kein revisionssicheres Langzeitarchiv. Gesetzliche Aufbewahrungsfristen erfüllen Sie mit Ihren eigenen Prozessen, nicht allein mit unserem Speicher.
- Keine eigene Zertifizierung. Zertifiziert sind die Rechenzentren unserer Dienstleister, nicht NahSpeicher selbst.
Wenn etwas passiert
Störungen, Lücken und Meldungen
- Störungen und geplante Wartungen stehen auf der Statusseite und im Kundenportal. Wartungsfenster kündigen wir vorher an.
- Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten melden wir Ihnen als Auftraggeber in der Regel binnen 48 Stunden, der Aufsichtsbehörde binnen 72 Stunden.
- Sicherheitslücken können Sie über unser Bug-Bounty-Programm melden. Den Eingang bestätigen wir in der Regel binnen drei Werktagen, eine erste Einschätzung geben wir spätestens nach zehn Werktagen.
- Kontrollen Ihrerseits sind möglich: Nachweise liefern wir vorrangig über Zertifikate und Testate unserer Dienstleister, Vor-Ort-Prüfungen nach Anmeldung 14 Tage vorher.
Ihre Daten gehören Ihnen
Herausgabe und Löschung
- Einen vollständigen Export fordern Sie jederzeit im Kundenportal an, auch mitten in der Laufzeit und ohne Zusatzkosten. Wir stellen ihn binnen sieben Tagen als ZIP oder TAR bereit, das Archiv bleibt 30 Tage abrufbar.
- Sie wählen selbst: nur Herausgabe, Herausgabe mit anschließender Löschung oder nur Löschung.
- Nach Vertragsende wird der Zugang sofort gesperrt. Server, Container, Datenbank und Benutzerkonten löschen wir 14 Tage nach Abo-Ende, die Dateien auf der Storage Box spätestens nach 30 Tagen. Danach ist eine Wiederherstellung technisch ausgeschlossen.
- Holen Sie Ihre Daten deshalb vor dem Vertragsende ab: Über den gesperrten Zugang kommen Sie nicht mehr an sie heran, der Weg führt dann nur noch über den Datenexport.
Noch Fragen offen?
Wir beantworten auch die unbequemen
Wenn Sie vor einer Entscheidung stehen und etwas hier nicht steht, fragen Sie uns. Eine Antwort, die wir nicht belegen können, bekommen Sie von uns nicht.